schraubenzieherBank-„Räuber“

Wenn man durch das Internet surft, entdeckt man manchen Blödsinn, aber auch manches, was zumindest zum Nachdenken anregen soll. Ich habe etwas gefunden, was ich hier einmal reinstellen will. Ob es stimmt, kann ich nicht sagen. Die Genehmigung des Verfassers zur Veröffentlichung liegt mir vor, er bat jedoch, seinen Namen nicht zu erwähnen. Es geht um Bankräuber, nein, nicht der, der die Bank ausraubt, sondern um die Bank, die den Kunden ausraubt.

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Bitte lesen sie selbst:

„In vielerlei Hinsicht haben sich die Dinge heutzutage gegenüber früher verändert, teilweise sogar völlig umgekehrt. Früher kamen Bankräuber beispielsweise von außen in die Bank hinein und haben denen drinnen das Geld weggenommen. Heute ist es genau umgekehrt. Die drinnen in der Bank nehmen denen draußen das Geld weg und arbeiten damit. Sollten Sie dies für eine humorvolle kabarettistische Bemerkung halten, dann betrachten Sie einmal die Geschäftsbedingungen der Europäischen Bankenwelt. 3 Beispiele:
1. Angenommen, Sie überweisen heute Abend 1.000 Euro von Ihrem Girokonto bei einer Luxemburger Bank auf Ihr Sparbuch bei der gleichen Bank, dann wird dieser Vorgang zwar morgen früh verbucht, Ihr Geld wird Ihnen allerdings erst in 8 Tagen gutgeschrieben. Auf Ihrem Girokonto ist das Geld allerdings abgebucht mit Valuta morgen, die Gutschrift erfolgt aber erst mit Valuta 8 Tage später. In dieser Zeit gehört Ihnen das Geld nicht. Sie wurden enteignet.
2. Angenommen, Sie verkaufen heute ein Wertpapier. Die Transaktion geht heute vonstatten. Das Geld wird von der Bank heute eingenommen, wird Ihnen aber erst in 3 Tagen auf Ihr Konto gutgeschrieben. In der Zwischenzeit wurde es Ihnen weggenommen (oder „geraubt“?).
3. Angenommen, Sie heben heute 1.000 Euro bar von Ihrem Konto ab, dann erhalten Sie zwar dieses Geld heute, es wird Ihnen allerdings schon vorgestern auf Ihrem Konto belastet. Obwohl es auf Ihrem Konto lag, tut die Bank so, als hätte es Ihnen die letzten Tage nicht gehört. Ist das nicht Enteignung? Glauben Sie jetzt immer noch, dass Bankräuber außerhalb der Bank zu finden sind?

Bankräuber leben nicht nur in Westeuropa. In der Schweiz ist es nicht viel besser. Angenommen, sie unterhalten ein Euro-Konto in der Schweiz und zahlen darauf 1.000 Euro ein, dann können Sie keinesfalls 1.000 Euro wieder davon abheben, und schon gleich gar nicht plus Zinsen. Nein, Sie erhalten 1.000 Euro minus zwei Prozent ausbezahlt. Ein Prozent behält die Bank dafür ein, dass sie Ihre Euros annimmt, ein weiteres Prozent dafür, dass sie diese wieder hergibt. Auch wenn Sie ein Euro-Konto unterhalten, tut Ihre Bank so, als würden Sie ihr eine fremde Währung bringen und kassiert virtuelle Wechselgebühren für den Umtausch von Euro in Franken, und dann kassiert sie wieder für den virtuellen Umtausch von Franken in Euro, wenn Sie Ihr Geld wieder zurückhaben wollen, obwohl dieses Geld niemals in Schweizer Franken umgetauscht worden ist, sondern von der Bank als Euro im Euro-Raum angelegt worden ist – natürlich hochverzinslich. Doch von diesen Zinsen, die Ihr Geld erwirtschaftet, erhalten Sie nichts. Sie müssen sogar noch Gebühren zahlen dafür, wenn Sie Ihr Geld wieder zurück haben wollen.
Nun können Sie sagen, na ja, das sind ja nur „Peanuts“, und wer Geld bei einer ausländischen Bank deponiert, ist selber Schuld. Dann schauen Sie sich mal die richtig große Abzocke an, mit der alle deutschen Banken in Ihre Tasche greifen.
Angenommen, jemand sammelt Geld für eine Investition und gründet z. B. einen Fond, legt eine Anleihe auf oder gibt ein Zertifikat heraus. Dann berechnet er zwischen 3 und 6% als Provision für andere Makler, Finanzdienstleister oder Banken, die dieses Produkt verkaufen. Die ‚Spesen für diesen Verkauf werden als Agio aufgeschlagen. Kaufen Sie also ein Produkt der Deutschen, Dresdner oder Commerzbank…, dann zahlen Sie den vollen Agiopreis für den Vermittler als Provision. Doch das Größte folgt noch:
Angenommen, Sie kaufen das Papier direkt beim Herausgeber des Fonds, dann zahlen Sie trotzdem dieses Agio in Höhe von 3 bis 6% an Ihre deutsche Bank, und zwar völlig grundlos, denn sie hatte überhaupt keine Vermittlungskosten. Sie hat sich einfach nur an Ihnen bereichert. Ist das nicht in jeder Hinsicht unseriös? Es wird aber von fast allen deutschen (und ausländischen) Banken einfach so durchgeführt, so lange Sie es sich gefallen lassen und sich nicht dagegen wehren.
Wenn Sie mit dem Fonds-Emittenten reden, weil Sie direkt bei ihm kaufen wollen und nicht über einen Makler, Finanzdienstleister oder eine Bank, können Sie jedes Mal handeln, und in der Regel verzichtet der Emittent auf das Agio, (weil er Sie ja sonst nicht als Kunde gewinnt und gar kein Geschäft macht). Nur unsere Großbanken zeigen sich hier oft stur und kundenfeindlich. Sie kassieren eine Provision, die ihnen eigentlich gar nicht zusteht. (Wie könnten sie auch sonst mehrstellige Millionenbeträge an ihre Vorstände als Provision auszahlen?) Jammern Sie nicht darüber, beachten Sie das Kleingedruckte in den Geschäftsbedingungen und verhandeln Sie knallhart mit Ihrer Bank – und lassen Sie sich überraschen, wie „flexibel“ Ihre Berater plötzlich werden, wenn Sie ihnen androhen, Ihr Depot und Ihr Konto zu einem anderen Geldinstitut zu transferieren…“

Ob es stimmt, weiß ich nicht. Ich habe keine Fonds, Depots und keine Konten im Ausland. Aber erlebt habe ich ähnliches ja auch und hier berichtet . Da gehörte mir mein Geld auch 3 Tage nicht, und dafür, dass es mir nicht gehörte, durfte ich 2 o/oo Gebühren zahlen. Naja, irgendwoher mußen die Millionen für die Raffzähne Ackermänner ja kommen oder wie funktioniert das?

(Foto: Pixelquelle)