Ebay ändert das Bewertungssystem – ich finde das gut, viele nicht.

Heute geht durch Presse und Blogs, dass Ebay die Bewertungskriterien ändert. Zumindest hat der künftige Boss von Ebay das schon jetzt angekündigt. Es sollen zwar weiterhin die Käufer die Verkäufer bewerten dürfen, aber die Verkäufer nicht mehr die Käufer. Die Verkäufer und besonders die Powerseller laufen gegen diese Absicht Sturm. Ich hingegen finde, das ist endlich einmal eine gescheite Veränderung bei Ebay und ich verstehe die Verkäufer nicht, die dagegen protestieren.

1. Zur Zeit ist es so, dass der Verkäufer erst einmal die Bewertung des Käufers abwartet, dann erst bewertet der Verkäufer den Käufer. Das läuft überall gleich ab und nach dem Motto: Bewertest Du mich schlecht, bewerte ich Dich schlecht. Schlechte Bewertungen sind für einen Verkäufer von erheblichem Nachteil, also setzt er seine Bewertung in der Regel als Druckmittel ein. Selbst wenn der Käufer also Grund zur Beanstandung hat, wird er das nicht schreiben, denn er muß dann eine Retourkutsche befürchten.

2. Wer anständig liefert und seine Aufträge ordentlich abwickelt, muß keine Angst vor schlechten Bewertungen haben. Pannen passieren überall und mit einem freundlichen Telefongespräch kann man schon im Vorwege den zu erwartenden Ärger des Käufers mildern.

3. Frage ich mich nach dem Wert einer BeWERTUNG, wenn ich lese: „alles bestens, gerne wieder „, „alles Supi“, „toller Ebayer“, „schöne Ware, schnell geschickt“. Ich weiß wirklich nicht, was ich mit den teilweise schwachsinnigen Bewertungen anfangen soll. Wenn die wegfallen, ist das eher ein Gewinn, denn der Käufer wird dann ehrlich bewerten, ohne Angst haben zu müssen, dass der Verkäufer ihn rächt.

4. Das Argument, dass faule Käufer so ungeschoren bleiben, überzeugt mich nicht. Ebayhändler verlangen Vorkasse und wer nicht im Vorwege zahlt, bekommt die Ware nicht. Also werden faule Kunden garnicht erst beliefert.

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