schraubenzieherÜber Feinsteinzeug und Diamantscheiben

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Immer häufiger rufen uns Kunden mit der Frage an, welche Diamantscheibe sie für Feinsteinzeug verwenden sollen. Meist hat die Scheibe, mit der gearbeitet wurde, nach kurzer Zeit die Segmentierung verschlissen oder sie war völlig „schnittunfreudig“. Gibt man bei Google „Feinsteinzeug schneiden“ ein, so kommen fast 10.000 Seiten mit dieser Wortkombination.
Was ist Feinsteinzeug?
Feinsteinzeug ist seit ca. 25 Jahren unglaublich auf dem Vormarsch. Die neue Brenntechnik, die „Schnellbrand-Rollenofen-Technik“ , mit der Feinsteinzeug hergestellt wird, hat viele Vorteile. Das mit diesem Verfahren mögliche gleichmäßige Durchbrennen der Fliesen optimiert die Haarrissicherheit und, was besonders wichtig ist, die Fliesen können so in größeren Formaten hergestellt werden. 600 mm lange Fliesen haben längst Einzug gehalten und auch die Hersteller von Fliesenschneidern haben sich darauf eingestellt und fertigen Fliesenschneider mit größeren Schnittlängen.
Neben diesen Vorteilen kommt ein weiterer Vorteil hinzu. Diese Rollenofenbrenntechnik (Temperaturen von ca. 125 Grad C) reduziert die Brennzeiten und somit auch den Energieverbrauch um min. 50 %.
Was hat aber der Bauherr davon? Die Materialdichte macht Feinsteinzeug nahezu frostbeständig, die Empfindlichkeit der Fliese gegen Flecken ist ebenso erheblich reduziert wie auch der Tiefenverschleiss, verschiedene Formate, teilweise sogar bis 1200 mm lassen viel Gestaltungsspielraum.
Was bedeutet das für den Verarbeiter?
Feinsteinzeug besitzt eine Ritzhärte nach Mohs von 7-9. Diamanten haben eine Ritzhärte von 10. Das bedeutet, dass wir mit Härte 10 gegen Härte 7-9 schneiden müssen. Kein Wunder, dass der Handwerker oder auch der Heimwerker verzweifelt, wenn er mit der falschen Diamantscheibe arbeitet oder sogar mit dem falschen Fliesenschneider.
Welche Diamantscheiben und welche Fliesenschneider für Feinsteinzeug sinnvoll sind, darüber morgen mehr im Blog

– Foto Pixelio.de –