Amazon und die Bibel

BibelDass Amazon permanent die Preise im Internet vergleicht, um diese an die eigenen Preise anzupassen. liegt auf der Hand. Da scheint sogar ein Riesengeschwader solcher Menschen zu sitzen, die nichts weiter zu tun haben, als Preise des Wettbewerbs zu beobachten, um die eigenen Preise je nach Erfordernissen zu senken, aber auch anzuheben. Das ist auch nicht zu kritisieren, allerdings ist es falsch zu glauben, dass Amazon die Preisführerschaft im Internet hat. Diesen Eindruck erweckt Amazon, aber er ist falsch.
Ich selbst kaufe nichts bei Amazon, selbst wenn ich da mal ein Schnäppchen sehe. Mir gefällt einfach nicht, dass Amazon jedes Steuerschlupfloch ausnutzt, Gewinne in Luxemburg versteuert, obwohl sie in Deutschland erwirtschaftet wurden und unsere Infrastruktur wie selbstverständlich in Anspruch genommen wird. Der rigorose Umgang mit den Mitarbeitern gefällt mir auch überhaupt nicht. Meine Bücher zum Beispiel kann ich auch vor Ort bis 17 Uhr bei meinem Buchhändler bestellen, am nächsten Morgen sind sie ab 10 Uhr abholbereit und ich kann dort bei den ausgelegten Büchern noch ein wenig schnüffeln. Der Buchhändler zahlt seine Steuern in Deutschland und bezahlt seine Mitarbeiter auch anständig.
Aber zurück zu den Preisen. Diese Preisbeobachtungen treiben schon seltsame Blüten, die nur Kopfschütteln auslösen können. Die Preisvergleichsfirma „Camelcamelcamel“ , sie ist auf die Überwachung der Amazonpreise spezialisiert, hat einen merkwürdigen Preiskurs entdeckt. Ausgerechnet bei der Bibel. Der Preis der Bibel wurde seit Mai 2010 mehr als hundertmal verändert!! Und das mit System. In der Zeit schwankte der Preis mehr als deutlich, nämlich zwischen 8,49 US-Dollar und 16,99 US-Dollar. Das sind Ausschläge, die aber einen realen Hintergrund haben und die zeigen, dass Amazon eben keine Waren verkauft, sondern Preise. Als 2012 die Weltverschwörer einen Weltuntergang vorhergesagt hatten, stieg der Preis der Bibel deutlich, denn auch die Nachfrage stieg kräftig. Die Suchanfragen bei Google werden zusätzlich ausgewertet und helfen tüchtig mit, bei gefragten Artikeln die Preise zu prüfen und entsprechend anzupassen.
Hohe Nachfrage = hoher Preis.
Getreu dem Motto “Man muss die Schafe scheren, wenn sie Wolle haben“.
FotoHiero  / pixelio.de

 

 

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