schraubenzieherGanze Arbeit….

…….hat der neu installierte Virenscanner in unserem kleinen Netzwerk geleistet und in der Nacht von Sonntag auf Montag so richtig tief ins System eingegeriffen (aber einen Virus hat er nicht gefunden).  So tief, dass ich unseren  Techniker, der seit über 15 Jahren unsere Soft- und Hardware betreut, erstmalig habe fluchen hören. Dummerweise konnte er erst heute kommen, denn Montag und Dienstag war er geschäftlich in Süddeutschland. Aber bevor ich einen Fremden hier ranlasse, haben wir lieber gewartet und so gut es ging alles mit Notebooks erledigt. Allerdings fehlt da das Warenwirtschaftssystem und genau das, unser Herzstück, läuft neben ein paar anderen unwichtigen Programmen nicht. Also keine Rechnungen, keine Lieferscheine, kein Monatsabschluß und kein Quartalsabschluß, wir kommen nicht laufende Bestellungen, an die kundenspezifischen Sonderpreise, nicht an Kunden-, Lieferanten- und Artikelstammdaten.  Mal eben in einem alten Auftrag mal etwas nachsehen geht nicht, die Aufträge, die zur Lieferung anstehen, sind wunderbar da archiviert, wo wir nicht rankönnen.
computercrash_192340.jpgAlso erstmal so arbeiten, wie wir es zuletzt vor ewigen Zeiten gemacht haben: Lieferscheine per Hand schreiben, damit wenigstens ausgeliefert werden kann. Die Aufträge nach Notizen und dem Gedächtnis zusammenstellen (letzteres ist mein Hauptproblem) und hoffen, dass alles richtig und vollständig geliefert werden kann. Heute frage ich mich oft, wie das früher überhaupt alles ohne PC funktioniert hat, hat es aber. Und da keine Software streikte, kein PC  eine Störung hatte, blieb Ärger erspart und trotzdem klappte alles. Ich will aber die alten Zeiten nicht zurück haben. Dagmar sagt immer, mir den PC wegzunehmen, wäre DIE Höchststrafe für mich. Und wo sie Recht hat, hat sie auch Recht.

Um 21:00 Uhr hat Thomas aufgegeben,  morgen muß er zu einer Terminsache, ist aber per Mobiltelefon erreichbar. Bin mal gespannt, wie schnell der Service unseres Warenwirtschaftssystems ist. Bis vor kurzem war die Service nur 15 km entfernt, jetzt sind es schlappe 90 km.  Rationalisierung nennt man da, natürlich nur zum Wohle des Kunden.

(Foto: Pixelio.de, bennyleni77)