schraubenzieherSeit 16 Tagen eine neue Mitarbeiterin: Julie von der Kaisereiche

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Unsere Lilly wurde nicht nur von Dagmar und mir schmerzlich vermisst, sondern auch von Kunden und Lieferanten, die uns regelmäßig besuchen. Viele brachten Lilly schon ein Leckerchen mit und sogar die Paketboten wunderten sich, dass sie nicht mehr freudig begrüßt wurden. Eigentlich sollte der Arbeitsplatz nicht wieder neu besetzt werden, aber dann trat Julie den Job an und schon nach wenigen Stunden, als wir sie in Berlin abholten, bekam sie den Job auf Lebenszeit. Und ihre Arbeit macht die großartig. Julie leert die Papierkörbe, schreddert alles in kleine Streifen, springt unter die Schreibtisch und zieht mal eben ein paar Kabel raus, damit es uns bloß nicht langweilig wird. Gleichzeitig beginnt sie mit ihren Erziehungsmethoden. Wehe, wir lassen mal etwas rumstehen, ein paar Schuhe, eine Zeitung, einen Handfeger, schon ist sie zur Stelle und gibt uns zu verstehen, entweder ihr räumt das sofort weg, oder…. ihr könnt neu kaufen.
Aber sie hat es gut. Dreißig Minuten Arbeit und dann ab in den Korb, Pause, schlafen naja und nach dem Aufwachen hat man natürlich Hunger. Julie kann es mit jedem, nur nicht mit dem Staubsauger. Wenn der angeht, – zack rein in den Korb, Kopf unter die Decke und warten, bis dieser Krachmacher endlich aufhört.
Dieser kleine Rauhhaardackel hat seinen ganz eigenen Kopf. Dauert der Spaziergang zu lang, bleibt sie sitzen und wartet darauf, dass sie im Hunderucksack ein Stück getragen wird. Wenn man dann den Blick sieht, wird man weich und schon sitzt sie drin und schaut zu, wie die dummen Menschen laufen.