Dass wir auch aus dem Ausland Bestellungen bekommen, hat mich am Anfang schon gewundert, heute ist das normal. Nicht normal ist z.B., dass wir eine Terrassenheizung nach Kanada liefern oder Vermessungsgeräte nach Südafrika. Aber Lieferungen in die westeuropäischen Länder sind mittlerweile „Heimspiele“.

Ein Land allerdings hat gefehlt, aus dem Land kam keine Bestellung, das hat mich immer gewurmt. Denn das Land ist mein absolutes Lieblingsland, weil ich es schon als Jugendlicher per Anhalter mehrfach durchreist habe: die „grüne Insel“, Irland. Wer Irland kennt, wird mich verstehen. Heute endlich kam die erste Bestellung aus Irland, eine Husqvarna-Steintrennmaschine TS 300 E. Jetzt sind alle westeuropäischen Länder durch, die meisten bereits mehrfach. Nun freue ich mich auf Osteuropa. Da hatten wir bislang nur Ungarn Rumänien und Slowenien als Lieferländer.
Zugegeben, privat schimpfe ich immer noch über den Euro und wünsche mir die D-Mark zurück, aber im internationalen Handel ist der Euro einfach nicht mehr wegzudenken, er vereinfacht jedes innereuropäische Geschäft als wäre es normaler Binnenhandel.



Also erstmal so arbeiten, wie wir es zuletzt vor ewigen Zeiten gemacht haben: Lieferscheine per Hand schreiben, damit wenigstens ausgeliefert werden kann. Die Aufträge nach Notizen und dem Gedächtnis zusammenstellen (letzteres ist mein Hauptproblem) und hoffen, dass alles richtig und vollständig geliefert werden kann. Heute frage ich mich oft, wie das früher überhaupt alles ohne PC funktioniert hat, hat es aber. Und da keine Software streikte, kein PC eine Störung hatte, blieb Ärger erspart und trotzdem klappte alles. Ich will aber die alten Zeiten nicht zurück haben. Dagmar sagt immer, mir den PC wegzunehmen, wäre DIE Höchststrafe für mich. Und wo sie Recht hat, hat sie auch Recht.
Am Nachmittag komme ich vom Außendienst zurück, steht da hübsch verpackt eine Flasche Rotwein. Dabei lag eine Karte mit einem Dankeschön für unsere Geduld.