schraubenzieherÜber Gütesiegel in Shops und das Gütesiegelunwesen

Es gibt Shops im Internet, da prangen diverse sog. Gütesiegel auf den Seiten, mit denen man signalisieren will, hier, wir sind richtig gut, schaut Euch unsere Siegel und unsere tollen Bewertungen an. Ein Verpackungsdesigner, den ich kürzlich sprach, sagte, solchen Seiten nennt man in Fachkreisen „Eckenbrüller“, weil aus jeder Ecke irgendwelche Informationen „brüllen“, wie gut, wie sicher und wie toll alles ist.

Natürlich ist jeder Shopbetreiber froh, wenn Käufer seinen Shop positiv bewerten. Das sind wir auch. Aber was taugen denn diese unterschiedlichen Gütesiegel überhaupt? Auch uns erreichen immer wieder Angebote von Firmen, die ein Gütesiegel vorstellen und uns versprechen und erzählen, wie sie es anstellen, damit wir viele Bewertungen wir bekommen.
Da auch wir viel im Internet kaufen, werden auch wir von manchen Shops regelrecht bedrängt, eine Bewertung abzugeben, die dann auch sogar mit einem Gutschein belohnt werden. Das ist mehr als dreist, denn es ist verboten, aber selbst große Shops machen davon Gebrauch..
Nun stand ein Shopbetreiber vor Gericht, ein richtiger Schlauberger, der einen Shop betreibt, gründete eine Firma, die Gütesiegel vergab und natürlich seinen Shop damit bewarb. Clever könnte man meinen, aber er machte einen großen Fehler, er war nämlich Geschäftsführer in seinem Shop und auch in seiner Gütesiegelfirma und das fiel natürlich auf. Sowohl das zuständige Landgericht, wie auch das Oberlandesgericht, stuften dieses Vergehen als irreführende Werbung ein. Also ein Gütesiegel, das nichts taugte. Die Kriterien für ein Gütesiegel sind klar, die Vergabe eines Gütesiegels muss: Weiterlesen