Graue Stadt am grauen Meer? NEIN!

So, jetzt hat Jutta alles erledigt. Es gab im Backend einiges zu machen und wie so oft, gab es einen Punkt, der wirklich genervt hat. Aber Jutta halt alles hinbekommen.

Ich bekam ja schon ein paar Mails, ich solle endlich loslegen. Besonders die Kategorien „Bi us to Hus“, „Allgemeines“ und „Über uns“ könne ich ja jetzt verstärkt „mit Leben füllen“.
Ja, das mache ich auch. Und heute fange ich mal an.
Bekanntlich leben wir ja im „Echten Norden“. Ja, das hat man sich so ausgedacht, aber das ist richtig.
Schleswig-Holstein ist das nördlichste Bundesland. Da können gerne die Ostfriesen vom hohen Norden sprechen, wir leben im echten Norden
.
Ich lebe hier seit meinem 24. Lebensjahr, zuerst in Hamburg, dann haben wir in der Lüneburger Heide gebaut (darüber mal später mehr), dann sind wir nach Schleswig-Holstein gezogen. Die Fahrt täglich durch den verstopften Elbtunnel wollten wir einfach nicht mehr. Jetzt sind es schon fast 23 Jahre in Schleswig-Holstein und ich muss gestehen, ich mag die Menschen und das Land. Davon kommt noch ein extra Beitrag. Dass sie kreativ sind, wenn es um die Ortsnamen geht, habe ich schon mal beschrieben. Dass die Partei die GRÜNEN einen Ortsnamen umbenennen will, weil er rassistisch sein soll, ist eine andere Geschichte, über die im ganzen Land kräftig gelacht wurde.
Hier gibt es wirklich tolle und abwechslungsreiche Gegenden, schöne Städte und immer etwa zu entdecken, ich werde noch viele schönen „Ecken“ hier vorstellen.

Am Sonntag waren wir in Husum.  Theodor-Storm nannte Husum „Graue Stadt am grauen Meer“.
Ich mag Storm ungern kritisieren, aber ich habe Husum immer als bunte Stadt gesehen, mit einem kleinen Hafen, schönen alten Häusern und prima Cafés mit „lecker Kuchen“ (für mich wichtig).
Bekannt in Husum ist die unglaubliche Krokussblüte im Schlosspark. Vier Millionen Krokusse blühen dort im Frühjahr und am Sonntag war das Krokussblütenfest.
Die blühenden Krokusse habe ich vor Jahren schon einmal gesehen, aber leider waren da die meisten Krokusse bereits verblüht.
Das war Sonntag anders, wie man auf dem Foto sehen kann. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt des Schlossparks. Das Wetter spielte auch mit und so war natürlich richtig was los.
Hier einmal das Gedicht von Theodor-Storm. Dabei ist zu bedenken, dass er im Jahre 1852 diese Verse geschrieben hat. Er war gerade als Jurist in Husum entlassen und des Landes verwiesen worden. Grund war, dass er sich dem Unabhängigkeitskampf gegen die Dänen angeschlossen hatte.
Da war sicher manches für ihn grau.

Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn’ Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.