Lieferanten auf dem Prüfstand – wer hat gewonnen?

Siegerpodest 77863Zum Jahresende ziehen wir auch Bilanz, wie denn so die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten war. Denn zum reibungslosen Ablauf der Beziehungen zu unseren Kunden gehört auch, dass wir gute Lieferanten haben.
Diese Bewertung stellt jeder für sich an. Und da ist es hochinteressant, dass es kaum Differenzen in der Beurteilung gibt.
Keineswegs überraschend, dass auf den ersten Plätzen Firmen landen, wo in den Verkaufsabteilungen oder in der Sachbearbeitung Frauen sitzen.
In den Top 3 unserer Lieferanten sind Frauen unsere Gesprächspartner, Platz 4 geht an das starke Geschlecht, Platz 5-7 sind Lieferanten, wo sowohl Frauen als auch Männer im Verkauf sitzen.
Eine Erklärung, warum Frauen Sieger sind, habe ich nicht, aber natürlich Eindrücke. Wo Männer eher geneigt sind, ein Problem zu sehen, haben die Frauen meist sehr schnell eine Lösung, das Problem entsteht erst garnicht. Sonderwünsche werden behandelt wie „normale“ Geschäftsabläufe und nur selten versteckt man sich hinter irgendwelchen Sachzwängen, wenn etwas nicht geht, sondern sagt es klipp und klar.
Natürlich veröffentlichen wir hier unsere interne Rangliste nicht namentlich und Ausnahmen bestätigen auch schon einmal die Regel, aber es bleiben Ausnahmen.

– Foto S. Hofschlaeger, Pixelio –

Neue Tapeten

Nach über einem Jahr Baudax Blog habe ich gedacht, dass es Zeit für neue Tapeten ist. Die alten waren nicht mehr zeitgemäß, zumal das Baudax-Blog zunächst nur ein Versuch war. Also haben wir die „Maler“ kommen lassen und neue Tapeten geklebt, ich hoffe, das Layout gefällt. Einige Kleinigkeiten ändern wir noch, aber zu 90 % ist alles fertig. Ich laß das jetzt trocknen, und da ich ich 2 Tage verreist werde ich auch nicht bloggen.

9.11.07 Schwarzer Tag für Bürgerrechte

BildNun kam es wie es kommen sollte: die Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung wurde beschlossen. 366 Abgeordnete waren dafür, 166 dagegen. Für mich stellt sich die Frage, ob es sich bei den Abgeordneten überhaupt noch um Volksvertreter handelt oder ob es nicht Interessenvertreter (wie in eigener Diätensache) sind. Klar, dass dieser Schritt nur ein Anfang ist, da kommt garantiert noch was.

Ganz übel finde ich die Beitrage dieser ansonsten völlig farblosen Herren Kauder (CDU) „Es wird ein gläserner Verbrecher geschaffen und kein gläserner Bürger“ und Benneter (SPD), der meinte, damit sei ein Auftrag an die Politik erfüllt worden für mehr Sicherheit zu sorgen. (!!!)
Kauder ist Zeit seines Lebens nichts weiter als ein Verwaltungsmensch gewesen, der tickt eben so. Benneter gibt als Beruf Rechtsanwalt an. Da kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ein Anwalt solche Kommentare abgibt und solchen Gesetzesvorlagen zustimmt.
Einziger Lichtblick ist der Datenschutzbeauftrage Peter Schaar, der hat „erheblichen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit“ der „generellen und verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten“.
Und Herr Kauder, Herr Benneter, wie wäre es denn mal mit einem gläsernen Politiker?
Aber das ist ja sicher eine andere Geschichte.
NACHTRAG:
Nachlese bei Heise:
Innenminister Schäuble zu diesem Thema:
“ Wir hatten den ‚größten Feldherrn aller Zeiten‘, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten“
Hat wirklich jedes Volk die Regierung, die es verdient?


Ohne Frühstück!

Am 15.11.07 habe ich morgens um 9.00 Uhr einen Termin in Düsseldorf, den ich mit ein paar weiteren Geschäftsbesuchen im Ruhrgebiet verbinden will. Also Anreise am 14.11. abends.
In Düsseldorf ist Messe und rund um Düsseldorf sind die Hotels ausgebucht.
Nein, nicht ganz, ein paar Einzelzimmer gibt es noch. Preise ab € 350,00 aufwärts bis € 800,00. Die fand ich bei Hotel.de.
Ausdrücklicher Hinweis: „Ohne Frühstück“. Dafür muss man Verständnis haben, die Hotels, die wegen der Messe die Gäste abzocken, müssen es auch zu 150% machen und bei den Preisen sich auch das Frühstück bezahlen lassen. Da ist die Bettwäsche garantiert Pepita, so kleinkariert sind die.

Auf solch einen Kunden sind wir stolz

Geld

Wer von Euch hat Geld rumliegen? Ich jedenfalls nicht, bekomme schließlich Taschengeld :))

Aber was uns heute in Sachen „Geld“ passiert ist, ist es wert, ins Blog zu schreiben.
Ein guter Kunde, der seine Rechnungen immer pünktlich mit Skonto bezahlt hat, hatte plötzlich bei uns eine Rechnung über ein paar hundert Euro nicht bezahlt. Kann vorkommen, wir kennen nicht den Grund und haben auch nicht gemahnt. Zum Glück, denn vor ein paar Tagen kam seine Zahlung.
Heute rief er an (die Rechnung war falsch abgelegt), um sich für die verspätete Zahlung zu entschuldigen. So etwas kommt schon nur alle Jubeljahre einmal vor. Aber dann kam der Hammer, denn dann sagte er:
Ich habe immer 3 % Skonto bei pünktlicher Zahlung abgezogen, deshalb habe ich wegen der verspäteten Zahlung 3 % mehr bezahlt.
(Wir hatten das noch nicht gebucht und deshalb noch nicht bemerkt).

Klar, dass wir ihm die Überzahlung gutschreiben, aber ich muß sagen, dass ich zwar ein Buch schreiben kann über die Ausreden, warum ein Kunde nicht bezahlt hat, aber so etwas habe ich wirklich noch nicht erlebt. Oder Ihr?
Gut, dass es solche Kunden gibt.

Foto:Pixelio, Artefactum

Über unsere „Deutsche Post“

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Diesen Satz kann die Post garnicht oft genug sagen, jedenfalls mit dem, was wir erlebt haben – und das ist nicht das erstemal.

Zugegeben, gegenüber früheren Zeiten hat sich an den Schaltern schon eine Menge geändert, das kann man nicht anders sagen, aber irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass die Post die Zwillingsschwester der Telekom ist. Liegt ja auf der Hand, denn Post und Fernmeldewesen waren ja einmal in einer Hand.
Unsere Pakete liefern wir in der Regel mit dem Paketdienst GLS. Das Depot ist nur ein paar km entfernt und die Mitarbeiter sind wirklich hilfsbereit und immer motiviert.
Aber wir haben auch Kunden, die bitten ausdrücklich darum, mit DHL die Ware geliefert zu bekommen. Paketsendungen bringt ja auch der Briefträger und so haben die Kunden die Sicherheit, wann die Lieferung eintrifft, denn die Briefträger, sorry Briefzusteller heißt es ja jetzt, kommen meist um die gleiche Zeit.

Letzte Woche bat uns ein Kunde, sein Paket mit DHL/Post zu senden. Da haben wir per Internet die Bestellung aufgegeben und am 5.10. sollte das Paket abgeholt werden. Wurde es aber nicht. Okay, am Sonnabend kommt ja auch die Post, kam auch, aber ohne Abholauftrag. Eine Mail zur Post geschickt und gebeten, einmal zu prüfen, was wieder los sei (das hatten wir nämlich zuletzt schon einmal). Ich hatte ja gehofft, dass Montag nun endlich de Abholung erfolgt, erfolge aber nicht, auch heute nicht. Neuer Termin morgen, 10.10.07 Bin gespannt.

Ein anderer Kunde bestellte gestern per Nachnahme 3 Pumpen und bat ebenfalls, dass wir DHL beauftragen. Also 3 Pumpen gut eingepackt und Dagmar ist mit dem Paket zur Post. Pech gehabt, Pakete haben zwar die Grenze von 35 kg, aber das gilt nicht für Pakete per Nachnahme, da ist die Obergrenze 20 kg. Gewicht unseres Pakets genau 32 kg. Also hat Dagmar die 32 kg wieder ins Auto geschleppt. Was tun?
3 Pumpen und 32 kg – da hätten wir 3 Pakete versenden müssen, viel zu teuer. Also wieder zu GLS und obwohl wir da keine Nachnahmevereinbarung haben, haben wir das Paket eben so zum Kunden geschickt, auf Rechnung. Abgesehen von der Zeit, die mit so einem Blödsinn vertrödelt wird, ich habe keine Erklärung dafür, dass Pakete ein Höchstgewicht von 35 kg, Nachnahmepakete aber ein Höchstgewicht von 20 kg haben.
Auch mit der Internetpostfiliale springt die Post zu kurz. Briefmarken kaufen, das klappt reibungslos. Aber der Paketdienst ist beschränkt auf normale Paketabholung. Nachnahmepakete können nicht per Internet geordert werden.
Oder ist unter den Lesern ein Postler, der mich aufklärt?

-Foto Claudia Hautumm, Pixelio-

Unwort: Mindermengenzuschlag

Immer häufiger schleicht sich eine Unsitte ein, die mit einem Unwort verbunden ist:
„Mindermengenzuschlag“.
Kaum ein Wort regt mich im Geschäftsberkehr mit Lieferanten mehr auf, als dieses Wort.
Es kommt immer dann auf die Rechnung, wenn die Bestellung klein ist, meist unter einem bestimmten Wert liegt, der willkürlich festgelegt wird. Auch bei Lieferanten, mit denen wir permanent zusammenarbeiten.
Im Grunde handelt es sich um ein Agio.
Ich verstehe das nicht, meist sind es Ersatzteile, die mit Mindermengenzuschlägen versehen sind.
Warum? Macht es mehr Arbeit, ein Ersatzteil im Wert von 25,00 € in einen Karton zu legen, als ein anderes Ersatzteil, das 100,00 € kostet?
Klar übersetzt heisst Mindermengenzuschlag: Dein Scheiß-Auftrag ist so klein, daran habe ich kein Interesse, denn daran verdiene ich zu wenig. Also mußt Du zur Strafe einen Minderverdienstzuschlag zahlen.
Ganz verrückt wird es, wenn der Mindermengenzuschlag bei einem Teil, das 3,00 € kostet, aber wichtig ist, mit 30,00 € Strafe belegt wird.
Ich berechne diesen Mindermengenzuschlag in der Regel nicht weiter, ich möchte nicht, dass meine Kunden glauben, ihre Aufträge wären uns zu klein, zu „minder“. Schon das Wort Mindermenge halte ich für unverschämt.
Wie inkonsequent die Mindermengen-Lieferanten sind, sieht man daran, dass sie bei Kleinaufträgen ein Agio, bei Großaufträgen aber kein Disagio gewähren.

ErnteDANKfest

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Heute ist Erntedankfest, ein Tag, der sicher in Großstädten kaum wahrgenommen wird, aber in ländlichen Gemeinden oder landwirtschaftlich geprägten Regionen – wie bei uns im Norden – eine große Bedeutung hat. Kirchen sind zum Gottesdienst besonders geschmückt, Früchte des Feldes, Blumen, Gartenfrüchte schmücken die Altäre. Erntekronen werden aufgehängt.

Zeit, selbst einmal anzuhalten, sich zu besinnen. Ist es wirklich selbstverständlich, dass wir in so einer unglaublichen Fülle leben? Dass wir unter hunderten Sorten Brot und Wurst, beim Bäcker sogar unter mehr als 20 Sorten Brötchen wählen können, ist es nicht auch eine Fülle, dass wir auf Wunsch Weihnachten z.B. frische Erdbeeren genießen können, oder zu jeder Zeit Obst und Gemüse aus fernen Ländern? Wir haben uns so daran gewöhnt, dass wir es für normal halten. Leider ist die Fülle nicht gleichmäßig über den Erdball verteilt, in vielen Gegenden herrscht Hunger und Mangel an Trinkwasser.
Dankbarkeit, diese oft vergessene Dimension, sollte an solch einem Tag im Vordergrund stehen.
Dankbarkeit, da fällt mir immer ein, was dem Indianerhäuptling TECUMSEH zugeschrieben wird:

Lebe dein Leben so, dass die Angst vor dem Tod dir nicht zu Herzen geht.
Wenn Du dich am Morgen erhebst, danke für das Tageslicht,
für dein Leben und deine Kraft,
danke für die Nahrung, die Freuden des Lebens und das Glück, leben zu dürfen
.

Wenn Du keinen Grund zum Danken siehst, liegt die Schuld ausschließlich bei Dir selbst.

 

 

 

Foto Serena/Pixelio

Listenpreis, UVP, Mondpreis?

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Oft werden wir gefragt, was man denn beim Kauf in unseren Shops so spart. Eine berechtigte Frage.
Als wir vor mehr als 3 1/2 Jahren den Baudax-Shop ins Netz stellten, hatten wir eine zusätzliche Rubrik neben dem Preis stehen, nämlich den Listenpreis des Herstellers, auch unverbindliche Preisempfehlung genannt. Wir waren der Meinung, dass ein Besucher sofort sehen sollte, was er beim Kauf bei Baudax gegenüber dem „Listenpreis“ spart.
Nun ist es so, dass wir nicht einheitlich auf alle Artikel den gleichen Händlerrabatt bekommen. Der schwankt gewaltig und so konnte man bei einigen Artikel sehen, dass unser Preis 20 % oder mehr unter dem Listenpreis lag.
Diese Vergleiche konnte man natürlich auch in anderen Shops treffen. Nun ist der Begriff „Listenpreis“ natürlich auch irreführend, wenn nicht gesagt wird, um welche Liste es sich handelt – Hersteller-Grosshändler-eigene Liste???
Dann entwickelte sich in einigen Shops ein Trend, dass die sog. Listenpreise künstlich derart in die Höhe geschraubt wurden, dass es reine Mondpreise waren, die nie und nimmer am Markt durchsetzbar waren und sind. Wir haben das für Bauernfängerei gehalten, für unredlich und auch für irreführend und haben dann, um nicht in diesem Topf zu landen, die „Listenpreise“, wieder gelöscht. So sieht man zwar nicht auf den ersten Blick, was man genau einsparen kann, aber wir halten unsere Kunden schon für so klug, dass sie in der Lage sind, unsere Preise richtig einzuschätzen, da müssen wir nicht noch Mondpreise nennen.

(Foto Claudia Hautumm, Pixelio)