Über unsere Stative für Vermessungsgeräte

Holzstativ mit PVC-Überzug gelb, mittelschwerZunächst unterscheiden wir bei unseren Angeboten die Stative nach dem verwendeten Material. Und da beginnen auch schon die wichtigsten Unterschiede.
Eine Eigenschaft müssen aber – egal aus welchem Material das Stativ besteht – alle Stative aufweisen: Einen sicheren Stand, denn nicht selten befinden sich auf den Stativen Vermessungsgeräte im Wert von mehreren tausend Euro.

Holzstative:
Holzstative haben einen Nachteil. Sie sind schwer. Aber neben den Karbonstativen haben sie gegenüber allen anderen Materialein die besten Dämpfungseigenschaften, eine Bedingung, wenn es um präzise Messergebnisse geht. Während z.B. Alu sich bei Wärme ausdehnt, hält sich diese Eigenschaft bei Holzstativen in sehr engen Grenzen. Gute Holzstative werden mehrfach geölt und mit einer Kunststoffschicht überzogen, so dass keine Feuchtigkeit in das Holz eindringen kann.
Wie haltbar so ein Holzstativ ist, zeigt dieser Beitrag von 2009 über ein fünfzehn Jahre altes Holzstativ
Meist werden die Holzstative in mittelschwer und schwer unterschieden.
Kein Wunder, dass Vermessungsingenieure meist Holzstative in ihrem Equippment haben. Die Holzstative unserer Lieferanten G. Nestle und Nedo sind Stative „made in Germany“.

Karbonstative:
Den besten Ausdehnungskoeffizient aller Stative besitzen Karbonstative. Sie haben aber einen weiteren Vorteil, sie sind fast 50% leichter als Holzstative.
Bei häufigem Umsetzen ein nicht zu unterschätzendes Argument.
Allerdings sind sie preislich teurer, als die Holzstative.

Aluminium-Stative:
Auch die Aluminiumstative sind erheblich leichter als Holzstative, jedoch ist der Ausdehnungskoeffizient eher ungünstig, denn bei Temperaturschwankungen kontrahiert das Aluminium,. Ein Vorteil jedoch haben diese Alustative, sie sind unverrottbar und preislich recht günstig. Alustative findet man besonders häufig bei Kurbelstativen und Teleskopstativen.

Fiberglasstative:
Fiberglasstative gibt es nur in sehr geringer Auswahl. Wir bieten ein reines Fiberglas-Stativ und ein Fiberglasstativ mit Holz an.
Der Vorteil bei Fiberglasstativen liegt in der Robustheit gegenüber
Feuchtigkeit. Einer unserer Kunden arbeitet sehr viel in sehr feuchten, teils sogar nassen Gebieten, für ihn ist das Glasfiberstativ sehr wichtig. Auch die Dämpfung ist bei diesen Stativen sehr gut.

Ein weiterer Unterschied bei den Stativen ist die Verriegelung der Beine.
Hier wird zwischen der Schraubklemmung und dem Klemmhebel unterschieden. Eine Schraubklemmung kann nicht so einfach gelöst werden, deshalb erhält diese Variante den Vorzug, wenn das Stativ nicht so häufig umgesetzt werden muss.
Der Klemmhebel oder die Exzenterklemmung bietet deshalb bei häufigen Standortwechseln Vorteile. Sie bestehen meist aus glasfaserverstärktem Polyamid.
Klagte man früher, dass die Versiegelung bei Holzstativen durch Klemmhebel oder auch die Schraubklemmung bei dauerhaftem Einsatz beschädigt würde, ist dies heute so gut wie ausgeschlossen.

Bei den Kopfplatten der Holzstative und Karbonstative gibt es ebenfalls zwei Ausführungen. Sie können in dreieckiger oder runder Form ( meist +/- Ø 158 mm) geliefert werden.

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